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Süditalien 1913-14
Kurz vor dem Ersten Weltkrieg reiste Max Lambertz nach Süditalien, um die dort gesprochenen Mundarten des Albanischen zu untersuchen. Diese Variante des Albanischen, genannt arberesch bzw. italoalbanisch, wird von ca 20.000 Personen gesprochen, die vor allem in kleinen Bergdörfern in Kalabrien und Sizilien zu finden sind. Das Italoalbanische ist eine archaische Form der Sprache und weicht von dem auf dem Balkan gesprochenen Albanischen deutlich ab. Auf seiner Reise nach Süditalien machte Lambertz einige Fotos, die hier vorgestellt werden. Über die Umstände dieser Aufnahmen ist uns wenig bekannt. Wir wissen lediglich, dass Lambertz seine Forschungsreise nach Süditalien im Jahre 1913 durchgeführt hat, und zwar in erster Linie in den nördlichsten Albanergemeinden Italiens, diejenigen in den Abruzzen und in Molise, eine Bergregion an der Adria, südlich von Pescara. Unter den bekanntesten Arbereschdörfern dieses Gebietes sind: Badhesa (italisht: Villa Badessa) in der Provinz Pescara in den Abruzzen, sowie Këmarini (italisht: Campomarino), Munxhifuni (italisht: Montecilfone), Porkanuni (italisht: Portocannone) und Ruri (italisht: Ururi), in der Provinz Campobasso in Molise. Die ursprünglichen Diapositiva dieser Aufnahmen befinden sich unter der Signatur Pk 4949 im Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek, Wien, dem wir für die Verwendungsgenehmigung dankbar sind.
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